Lachgas (N2O)- Historischer Hintergrund und seine verschiedenen Einspritzsysteme
Historischer Hintergrund von Lachgas
Die Verwendung und der technische Gebrauch von Lachgas führt uns zurück bis in die Zeit des 2. Weltkrieges. Hauptverwen-dungsgrund waren die Kampfflugzeuge, denen es mittels Lachgas gelang in höhere Lagen fliegen zu können um somit außer Reichweite des Feindfeuers zu gelangen. Doch ungefähr 20 Jahre geriet das Lachgas und seine Möglichkeiten in Vergessenheit.
Erst in den 70er Jahren entdeckten einige Rennfahrer und Mechaniker das Potenzial des Lachgases wieder. Unter ihnen Mike Thermos und Dale Vaznaien. Dadurch gelangte das Lachgas wieder in die Schlagzeilen und wurde Gesprächsthema Nummer eins. Daraufhin gründeten Mike und Dale "NITROUS OXIDE SYSTEMS" - "NOS".
Durch sie wurde der Gebrauch von Lachgas perfektioniert. Das Lachgas wurde wieder populär. Doch es war schwer den Leuten die Anwendung und die Vorteile von Lachgas zu erklären. Sie wollten den Menschen erklären, dass Lachgas eine sichere, effiziente und zuverlässige Form der Leistungssteigerung sei. Doch Menschen, die sich auf einem bestimmten Gebiet nicht auskennen, brauchen Beweise, um Neuerungen und Fortschritte der Technik zu akzeptieren und zu verstehen. Der beste Beweis war natürlich der Einbau von Lachgas an einem Serienfahrzeug, um die Leistungssteigerung für die Menschen deutlich zu machen und zu beweisen. Welches Fahrzeug sich die beiden für die erste Jungfernfahrt von einem mit Lachgas unterstützten Fahrzeug und damit ihrem Beweis, dass Lachgas für eine zuverlässige Leistungssteigerung perfekt ist, wissen wir nicht, aber es war auf jeden Fall ein normales Serienfahrzeug, das in nur 6 Sekunden von 0 auf 321 km/h beschleunigt wurde - eine Revolution war fast perfekt.
Mit ihrer nun fast 30-jährigen Erfahrung ist "NOS" der führende Hersteller was Lachgasanlagen für sowohl Zwei- als auch Vierräder betrifft. "NOS" ist bekannt dafür, dass jede Anwendung bis ins kleinste Detail sorgfältig geplant und für die Herstellung bzw. Produktion ihrer Lachgasanlagen nur die besten Materialien verwendet werden - was unserer Meinung nach auch fast von jedem Käufer gefordert werden könnte, wenn man sich überlegt, dass man bei Gebrauch einer Lachgasanlagen mit wesentlich mehr PS unterwegs ist, sollte alles gut verarbeitet sein, damit einem nicht bei z.B. 200 km/h der Motorblock um die Ohren fliegt. Außerdem haben "NOS-KITS" eine lange Lebensdauer, laut Hersteller.
Die verschiedenen Systeme der Lachgaseinspritzung (der Fa. "NOS")
Es gibt drei verschiedene Arten bzw. Typen von "NOS-Einspritzsystemen":
Das Trockensystem
Von einem "trockenen" System sprechen wir, wenn das Benzin, das zusätzlich zum Lachgas eingespritzt werden muss, um mehr Leistung zu erzeugen, über die vorhandenen Einspritzdüsen eingespritzt wird. Dabei bleibt das Ansaugsystem "trocken". Wenn nun der Benzindruck erhöht oder die Einspritzdüsen länger geöffnet bleiben, wird mehr Kraftstoff eingespritzt. Wenn das geschehen ist - eine Erhöhung der Menge an Treibstoff, der eingespritzt werden muss - kann das Lachgas eingespritzt werden um die gewünschte Leistungssteigerung zu erzeugen. Bei diesem System wird also mehr Benzin hinzugeführt.
Das Nasssystem
Das Nasssystem hat seinen Namen, weil beim Einspritzen des Lachgases mit dem zusätzlich benötigten Benzin, der Luftansaugkanal das Ansaugsystem "nass" wird. Bei diesem System, welches ideal für den Einsatz in G-Lader- und Turbomotoren ist, wird die beschriebene Substanz (Lachgas + Benzin) direkt hinter der Drosselklappe in den Luftansaugkanal eingespritzt. "Durch das Gleichzeitige Einspritzen von Benzin und Lachgas, könne der Motor nicht mager laufen"
Die Multiporteinspritzung
Dieses System wird gerne bei professionellen Beschleunigungsrennen angewandt, da sich dieses Einspritzsystem präzise an den Motor anpassen lässt. Bei diesem System wird das Lachgas zusammen mit dem Benzin in die einzelnen Einlasskrümmer des Motors eingespritzt.
Autor: Robby@vw-tcb.de
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